Radunfälle in den Medien
14. August 2010, 8:26 Uhr (perm. Link, TrackBack)Zwei „wunderbare“ Beispiele, erst einmal wertfrei vorgetragen und mit meiner Wertung versehen.
Am Donnerstagmittag sind in Köln gleich zwei Radfahrerinnen schwer verletzt worden. Der erste Unfall ereignete sich in Zollstock, der zweite auf dem Lindenthalgürtel. Beide Frauen mussten schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. […]
Fall 1
Eine Frau überquert die Fahrbahn (Straße) auf der Radverkehrsanlage (Radweg), aber entgegen der Fahrtrichtung. Sie wird von einem abbiegenden Kraftfahrer übersehen und angefahren.
Hergang bei Velo 2010.
Fall 2
Eine Frau überquert die Fahrbahn (Straße) auf der Radverkehrsanlage (Radweg), in vorgeschriebener Fahrtrichtung. Sie wird von einem abbiegenden Kraftfahrer übersehen und bremst zur Kollisionsvermeidung so stark, dass sie stürzt und sich verletzt.
Hergang bei Velo 2010
Wertung der Polizei
Sie weißt auf die Sicherheitstipps bei Velo 2010 hin.
Meine Wertung
Die Unfallhergänge gleichen sich. In beiden Fällen haben die Kraftfahrer die Radfahrerinnen beim Abbiegen an einer Kreuzung übersehen. Beide haben die Radverkehrsanlage genutzt (ob diese dort benutzungspflichtig sind, kann ich nicht sagen).
Zu dem Thema fällt mir immer diese Grafik ein, in der das Verhältnis der Unfallzahlen im Vergleich, Nutzung Fahrbahn zu der anderer (Rad-)Wege, dargestellt wird.

Radwegbenutzer haben ein 3-11 mal höheres Risiko zu verunfallen, als Fahrbahnbenutzer!
Zahlreiche internationale statistische Erhebungen und wissenschaftliche Untersuchungen weisen nach, dass die Unfallzahlen auf Radwegen deutlich höher sind als auf gemeinsam von allen Fahrzeugen genutzten Fahrbahnen. Auf Radwegen, die räumlich von der Fahrbahn getrennt sind, gibt es häufiger Unfälle in Verbindung mit abbiegenden und kreuzenden Fahrzeugen sowie mehr Alleinunfälle und Kollisionen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Die Unfallschwere ist dabei nicht geringer als bei Unfällen auf Fahrbahnen.
Den Verweis der Polizei auf die „Goldenen Regeln“ – finde ich – verhöhnt die Opfer schlichtweg. Warum wird nicht auf die entsprechenden Goldenen Regeln für Autofahrer verwiesen, die 1:1 genauso gelten müssen?
Theoretisch hätte auch der Verweis gereicht:
Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)
I. Allgemeine Verkehrsregeln
§1 Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Mein Fazit
Meine eigene Sicherheit ist mir wichtig. Deswegen habe ich mich entschieden diese an erste Stelle zu setzen und handle dementsprechend: Ich fahre auf der Fahrbahn, wo mich die Kraftfahrer sehen. Die freundlichen Zeitgenossen unter ihnen zeigen es mir, indem sie mich freundlich anhupen. Das ist schön, denn dann haben sie mich zumindest gesehen!
Solange die Stadt Köln und die Politik des Fahrradbeauftragten und sogar der Grünen in Köln eine aggressive Grundstimmung im Verkehrsalltag der Kölner Radfahrer fördert, werde ich mich zu meiner eigenen Sicherheit an bestimmte Regeln nicht halten oder Grauzonen ausnutzen.
Ja, die Kölner Verkehrspolitik fördert es, meiner Meinung nach, durch
- für Laien (Kraftfahrer und Radfahrer!) nicht einsichtige Radwegführung.
- uneinheitliche Radverkehrsführung mit Lücken und eingebauten Problemzonen.
- Förderung von Spurdenken.
- Verschleppung von Änderungen und Ausruhen im bestehenden Politikbiotop.
Beispiel gefällig?
Meine Anfrage beim Fahrradbeauftragtenbüro vom April, wurde bis heute nicht inhaltlich beantwortet. Bitte warten Sie, unsere Wohlfühlzone ist so schön warm…
Nach Haus’
10. August 2010, 19:23 Uhr (perm. Link, TrackBack)Wieder in der Bahn. Wieder auf dem Weg nach Hause. Wieder rauschen Gedanken und Landschaft in einer Melange vorbei.
„Monday“ singen die Cultered Pearls, obwohl es Dienstag ist. Einsamkeit, Heiterkeit und die letzten beiden Wochen ziehen Moment für Moment an mir und dem Waggon vorbei. Und ich weiß genau, dass viel hinter mir und viel vor mir liegt.
Die Ungewissheit beunruhigt mich im gleichen Maße, wie mich ihre Stetigkeit beruhigt. Ich lächele und warte auf den Montag. Auf nach Hause. Mein zu Hause.
Mio, mein Mio!
9. Juli 2010, 7:22 Uhr (perm. Link, TrackBack)Mio heißt der 20 Wochen alte Cocker und ist die Entspanntheit in Person. Ruhig, ausgeglichen und verschmust wie eine Katze. Dem kleinen Schwarzbären war gestern in der Hitze ziemlich heiß, weswegen wir mit ihm zum Rhein wollten.
Da aber Hunde in dem Alter noch nicht so weit laufen dürfen, mussten wir uns folgende Transportart einfallen lassen.
Tierquälerei werden nun einige schreien, aber weit gefehlt. Er hat seelenruhig die kleine Schnauze in den Fahrtwind gehalten und die Welt mit 20 km/h an sich vorbeiziehen lassen. Am Rhein angekommen, roch er bald das Wasser und fiepste, weil er r(h)ein wollte. Das sah dann so aus:




















