Der Welt-Jugend-Tag
Mittwoch, 24. August 2005Ach was war es schön. Die ganze Stadt war voller Leute. Über Köln lag die leicht süßliche Luft des Friedens und des menschlichen miteinanders. Ein schönes Fest für die Christen. Rundum.
Alle trafen sich mehrmals wie die Lemminge um Kanzler Palpatine zu zujubeln. Die KVB funktionierte die Stadtbahn kurzerhand zum Viehtransport und die Umsätze des Kölner Einzelhandels gingen rapide in den Keller.
Ein paar Tage lang war das Kollektiv der katholischen Christen eins und wehrte sich vehement gegen Realitäten wie Kondome und Gleichberechtigung. Kondomverteiler der AIDS-Stiftung wurde kurzerhand der Bauchladen herunter geschlagen und die weiblichen Katholiken durften sich alleine um die von den Kölner Apothekern gehorteten “Pillen-danach” kümmern. So gehört sich das.
Ach ja: Nicht der ganze Kölner Einzelhandel lag danieder; Die Souvenirverkäufer und Sexshopbetreiber machten gute Umsätze.
Ja, richtig gelesen, Sexshopbetreiber. Vor den Videokabinen bildeten sich Schlangen von Priestern und Nonnen kauften Videos ohne Etiketten.
Wie sagt der Kölner: Jede Jeck is anders.