Mahlen mit Atomstrom
Dienstag, 17. Januar 2006Michael Glos war anfangs nicht sehr an politischen Themen insteressiert, sondern hat als Müller kleine Brötchen gebacken, sagt zumindest seine eigene Internetseite. Nun will er sein Mehl nicht mehr klassisch mit Wind- oder Wasserkraft mahlen, sondern mit Atomstrom.
Mit dem schönen sauberen Atomstrom, wobei er als Bayer doch am besten wissen müsste, dass Atomstrom immer wieder Probleme mit sich bringt.
Was also treibt einen Müller, der Joschka Fischer und Jürgen Tritin für ehemalige Terroristen
hält, zu einer so offensichtlich ökologisch kurz gedachten Aussage? Steckt im Endeffekt etwa E.On oder RWE dahinter, die ja nicht zum ersten Mal Taschengeld springen lassen würden? Oder ist es die Deutsche Bank, die durch das Ackermann-Urteil mitbekommen hat, dass man nicht auf so einen Schnick-Schnack wie Verantwortung achten muss, wenn man Geld verdienen will?
Solange die Einkünfte der Politiker nicht öffentlich zugänglich sind und bei Industriekonzernen keiner haftbar gemacht werden kann, wird sich wohl wenig ändern am Geldverschiebungssystem. USA, wir kommen!