Internet Explorer 7
10. August 2006, 18:40 Uhr (perm. Link, TrackBack)Nach Beta 2 ist nun die Beta 3 ist draußen und die CSS-Unterstützung wird langsam, jedenfalls soweit ich das mit meinen wenigen Tests beurteilen kann… Mehr hier bei thestyleworks.de.
Ich schlage mich im Moment leider mit ganz anderen Altlasten des Monsters herum. Die Rückwärtskompaibilität geht Microsoft über alles, selbst alte Fehlermeldungen a la Mitglied nicht gefunden
nebst unbenutzbarer Zeilennummer übernimmt man gerne.
Wodrum geht es? Um JavaScript, die erst gehypte, dann verschriehene Skriptsprache, die clientseitig für mehr Nutzen sorgen sollte, bald aber zu unrühmlichen Auswüchsen, wie Werbe-Popups geführt hatte. Nun ist JavaScript wieder auf dem Vormarsch. Web 2.0 skandieren die Webentwickler hinter ihren Röhren- oder Flachbildschirmen hervor.
Was haben Web 2.0, JavaScript und der Internet Explodrer miteinander zu tun?
Web 2.0 ist das Synonym für Internetpräsenzen, die nicht nach dem klassischen Prinzip, dass nach jeder Nutzeraktion die Seite neu geladen werden muss, funktionieren.
Für diese Interaktion benötigt man
- Eine clientseitige Skriptsprache, also JavaScript und
- eine Funktion, die es ermöglicht per JavaScript Daten von einem Server zu laden oder auf ihn zu schreiben.
Diese Technik (der XMLHttpRequest) wurde mit dem IE 5 vor Urzeiten eingeführt und von anderen Herstellern übernommen. Der Microsoftsche Standard wurde im Nachhinein von den anderen übernommen und damit Quasi-Standard.
Soweit so gut, leider war es das aber noch nicht… Microsoft an sich handelt bei Neuschöpfungen durchaus logisch, es baut immer auf eigenen, proprietären Erfindungen auf, aber schleppt der Abwärtskombaibilität halber auch die Fehler der vorherigen Implementierungen mit.
Der IE 6 interpretiert im Quirksmode Internetseiten immer noch so, wie der IE 5 Jahre vorher, mit dem selben Fehlverhalten.
So geht es mir gerade mit ein paar Funktionen in JavaScript. Im IE 5 oder 6 falsch implementiert, werden sie im IE 7 anscheinend einfach so gelassen, um den Programmierern, die es falsch gelernt haben, nicht die Blöse zu geben.
Das erinnert mich ohne Umschweife an ein Gespräch mit einem IT-Angestellten aus London, der mich fast auslachte, als ich davon berichtete, dass ich mit PHP programmiere.
Er meinte sinngemäß, dass man sich als richtiger Geschäftsmann
niemals mit solchem Kram abgeben würde, sondern nur mit Produkten, die eine Hotline haben, wo man dann andere für das nicht Funktionieren seiner Anwendungen verantwortlich machen kann.
Genau diesem für diesen Fall baut Microsoft vor und macht damit tausenden gewissenhaften Webentwicklern das Leben schwer.
PS: Beim XMLHttpRequest hat Microsoft anscheinend doch etwas gelernt, er kommt im IE 7 nicht mehr als ActiveX-Anhängsel, sondern wie bei allen anderen direkt per JavaScript zum Vorschein…