Mein neuer Job gefällt mir. Ich habe gut zu tun, ich arbeite und sehe am Ende des Tages meist, was ich gemacht habe. Mein Arbeitgeber ist im Bereich E-Mail-Versand für Firmen tätig. Gift für mich als XHTML und CSS-Anhänger.
E-Mail-Clients sind noch weiter hinten dran als Browser. Und dabei rede ich nicht von Sicherheit, Signaturen oder Verschlüsselung, nein von Rendering Engines. Von Waaaas? Die Dinger, die die ankommenden HTML-E-Mails und Bilder zusammenklöppeln und im Endeffekt darstellen sollen.
Ich habe keine Prozentzahlen, aber ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man beim Versenden von E-Mails auf ein intelligentes oder zumindest standardkonformes E-Mail-Programm mit ebensolcher Rendering Engine trifft, nicht groß sind. Ungefähr so wahrscheinlich, wie dass sich Edmund Stoiber eloquent ausdrücken könnte.
Der Versender muss also mit dem Schlimmsten rechen: Outlook oder noch schlimmer ein Webmailer der einem das gesamte Layout verhackstückt. Das Schlußlicht sind Varianten von Lotus Notes, die immer noch den Netscape 3 einsetzen. Als sei es nicht schon genug, setzt das neue
Outlook 2007 nicht die beherrschbare Rendering Engine des Internet Explorer 7 ein, sondern die von Word.
Im Endeffekt landet man bei bereits mumifiziert geglaubten Techniken: Tabellendesign. Es ist gelinde gesagt zum weglaufen, wenn man es gewohnt ist mit CSS sein wohl strukturiertes XHTML in Form zu dengeln; und dann sowas. Tabelle in Tabelle in Tabelle. Keine Hintergrundbilder per CSS, kein externes CSS, kein Dies und auch nicht das. Die erste Umsetzung eines sicher geglaubten Designs war für mich der Horror. Tabellendesign ist so dreckig. Aber was soll´s: Gehirn aus und durch… 
Und um das los zu werden schreibe ich hier so viel Kram… So viel Sand und keine Förmchen…