Was war im März, 2007

Zwei mal kurz gelacht

Samstag, 31. März 2007

1. Lacher: Wir haben ein Gewinnspiel mit automatischer Verlosung für einen Kunden programmiert, es geht nur noch darum die letzten Details zu klären. Sicherlich ist es hilfreich zu wissen, wie viele Gewinner ausgelost werden sollen. Ein Anruf bei der Marketingleitung des Kunden brachte wenig Licht in´s Dunkel; auf die Frage, wie viele Gewinner es geben soll, meinte die Dame lediglich: Zahlreiche!

2. Lacher: Die Bahn hatte 8 Minuten Verspätung, was der Bahnfahrer mit folgenden Worten bekanntgab:

Das mit 19:38 in Leverkusen wird wohl heute nichts… wir haben einen außerplanmäßigen Halt in Hürth-Kalscheuren. Wer trotzdem aussteigen will, kann das auf der linken Seite tun.

Glück 2

Freitag, 23. März 2007

Glück ist, wenn man sich darüber freut, dass eine gute Freundin ihr Diplom mit 1,0 bestanden hat.

Wer zuerst kommt

Dienstag, 20. März 2007

…sitzt zuerst, oder vielmehr kommt überhaupt in die Bahn.

Seit Wochen wusste ich nichts mehr über die Bahnfahrt morgens zu berichten, weil einfach nichts passiert ist. Heute sollte alles anders kommen: Meine Regionalbahn, die bisher nie verspätet war, kam mit nur einem anstatt zwei Waggons. Da ich am Anfang der Strecke einsteige ist mir das herzlich egal. Ich bekomme immer einen Platz.

Ab Köln Hbf wurde es dann eng, sehr eng. Damit nicht genug hat der nette Bahnfahrer auch noch die Heizung bis zum Anschlag aufgedreht. Ab Kalscheuren war der ganze Zug eine Sardinenbüchse, stickig, schwitzig und warm. Die ersten Fahrgäste konnten nicht mehr mitgenommen werden.

In solchen Situationen gibt es immer wieder Menschen, die sich mit so etwas nicht zufrieden geben wollen und schreien, man solle doch durchgehen, damit sie noch hinein passen. Die Verspätung nahm von Bahnhof zu Bahnhof zu, die Menschen wurden immer aggressiver und dann kam endlich Bonn. Luft!

Glück 1

Freitag, 16. März 2007

Glück ist…

…Donnerstags abends alleine in einem etwas heruntergekommenen Bahnwaggon zu sitzen – etwas beduselt von den fünf Bier, die man mit den Kollegen nach Feierabend getrunken hat – Hörbuch zu hören und zwischenzeitlich in diese herrliche Melancholie zu verfallen, die man verspürt, wenn man sich genau in der Mitte zwischen total super und total erschöpft befindet.

X vor HTML

Dienstag, 13. März 2007

Tim Berners-Lee hat eine neue Arbeitsgruppe für HTML5 und XHTML5 gegründet. Schön und gut, aber warum HTML ohne X? Vorsicht, dieser Artikel wärmt eine alte Diskussion wieder auf und dreht sich ein wenig um das Grundsätzliche im Leben. Genau das richtige für so einen Prinzipienreiter wie mich.

Leer oder was?

Worum geht es? HTML und XHTML sind zwei mögliche Auszeichnungsarten für Text, der mit einem Browser angezeigt werden soll. Der Unterschied ist auf den ersten Blick klein. Anstatt

<img src="bla.jpg">

würde der Entwickler bei XHTML folgendes schreiben:

<img src="bla.jpg" />

Da ist ja nur ein Leerzeichen und ein Schrägstrich mehr! Leider oder wie wir gleich feststellen werden zum Glück nicht nur das. Dieser Schrägstrich – das Leerzeichen ist nur aus Kompaibilitätsgründen dort – macht dieses so genannte leere Element eindeutig zu einem leeren Element. Ohne den Schrägstrich am Ende kann der Browser es nicht so einfach von einem öffnenden normalen Element unterscheiden.
Regelwerk

Maschinen brauchen eindeutige, festgelegte Regeln um etwas einfach und schnell verarbeiten zu können. XHTML bietet mit dieser und einigen weiteren Konventionen die Grundlage für diese einfache Verarbeitung. Deswegen wurde es erfunden.

Wenn diese Regeln so festgezurrt sind und der Entwickler sich exakt an die Vorgaben hält und z.B. das Dokument auf Validität prüft, kann der Browser jede Menge Fehlerprüfungen unterlassen und das zu rendernde Dokument viel schneller Verarbeiten und Anzeigen.

Hier wird nun der erste Graben der Geschichte gegraben. Wer soll für Fehler haften? Der Entwickler? Der Browser? HTML schiebt dem Browser den schwarzen Peter zu, er ist für jegliche Prüfung und Korrektur des ihm zugeworfenen Dokumentes zuständig.

Abbruch!

Bei XHTML geht er davon aus, dass gewisse Konventionen erfüllt werden, sind sie missachtet bricht er die Weiterverarbeitung des Dokumentes einfach ab und schiebt den Peter zum Entwickler zurück. Herr Berners-Lee und viele andere Entwickler stören sich an dieser Tatsache, weil sie meinen, dass Internet ein Netz für alle ist und nunmal nicht alle XHTML können, aber doch bitte trotzdem Internetseiten erstellen müssen können.

Ein kleiner Exkurs in andere Bereiche soll meinen Standpunkt erklären:

MPEG

Die Motion Pictures Expert Group hat allerlei Codecs für Videos und Audiodateien entwickelt. Alle folgen dem gleichen Prinzip: Die Last wird asymmetrisch zwischen dem Ersteller (Entwickler) und dem Benutzer (Browser) ausgeteilt. Ein Video zu codieren erfordert sehr viel mehr Technik und Hardwareunterstützung als es die Wiedergabe erfordert.

Der Grund liegt auf der Hand, die Profis juckt es kaum, wenn die Hardware zum Codieren ein paar hundert Euro kostet, den Kunden freut es, dass er mittlerweile DVD-Player für 50 Euro hinterher geworfen bekommt.

ADSL

Um die dünne Kupferleitung die in vielen Haushalten noch liegt besser ausnutzen zu können, haben sich die Techniker etwas tolles einfallen lassen: Asymmetrische Up- und Downloadraten. Ein normaler Nutzer schickt sehr viel weniger Daten in das Internet, als er aus selbigem bezieht. Daher ist es nur gut, wenn die Leitung nicht in eine Richtung für nichts und wieder nichts reserviert wird, um in der Downloadrichtung einen Flaschenhals zu provozieren.

Dat Eng vum Vezällscher

Wir sehen, Asymmetrie zwischen Entwicklern und Benutzern hat sich durchaus bewährt. Warum um alles in der Welt mag man es einem Entwickler nicht zumuten anständiges XHTML zu schreiben? Testmöglichkeiten und Validatoren gibt es zu hauf. Ist es Faulheit? Oder Unkenntnis?

Die Zukunft wären kleinere, schnellere Browser und Seiten die entweder angezeigt werden oder eben nicht, vollkommen digital also, null oder eins. Ich hoffe auf verständnisvolle Entwickler und voraus schauende Berners-Lees und andere Standard-Hirten.

El Patio

Donnerstag, 8. März 2007

Sie verstehen nur spanisch? Keine Sorge, es ist spanisch. Zur Feier des Tages war ich gestern mit Nicole essen und zwar im El Patio in Brühl. Es war soooo lecker, hammer. Netter Service, angemessene Preise. in jedem Falle eine Empfehlung wert.

Ich hatte übrigens die spanische Fleischpfanne mit Pilzen, Zucchini, Kartoffeln und Paprika mit einer genau richtig scharfen Tomaten-Paprika-Soße. Nicole hatte einen riesigen, knackig frischen Salat und einen sehr unerdig schmeckenden spanischen Wein.

Gutes Essen macht glücklich finde ich. Den Bauch und damit auch den Kopf. Es geht nichts über diese sanfte Zufriedenheit nach einem guten Essen. In den Stuhl fallen lassen , die Augen schließen und tief durchatmen.

El Patio
Kempishofstr. 11-13
50321 Brühl
02232 / 94 34 78

Glück auf!

Sonntag, 4. März 2007

Meine neue Serie Glück auf! wird ausschließlich gute Nachrichten enthalten. Rosa Brille denkt der geneigte Leser vielleicht, das ist mir egal. Wider der (deutschen) Misepetrigkeit und als Plädoyer für mehr Beobachtungsgabe für die kleinen, schönen Dinge im Leben schreibe ich. Ich glaube nämlich, dass ich einigen Leuten beibringen muss die guten Seiten des Lebens zu betrachten und sich auch an sie zu erinnern.

Heute war ein durchaus gelungener Tag. Früh raus (9 Uhr) und hinaus in die Sonne. Die Bahn war zwar unpünktlich wie immer, aber das war mir heute relativ. In Brühl schön gefrühstückt und stundenlang durch den Schloßgarten und die Stadt flaniert. Leute geschaut, kleine Kinder mit Eis, alte mit Stock, alles war dabei. Hund in allen Ausführungen.

Mit der wiederum verspäteten Bahn zurück und lecker gekocht. Wirsingpfannekuchen mit Frikadellen und dazu Weißwein. Gleich gibt es Navi CIS, meine derzeitige Lieblingsserie, zum einfach nur davor sitzen und kurzweilig zuschauen. Mein Tag hätte nicht schöner sein können. Wirklich.

Wie ging es euch? :)