Was war im April, 2007

Die Biggi als Download

Sonntag, 29. April 2007

Neulich saß ich beim Frisör rum und wartete. Zum Zeitvertreib blätterte ich in der aktuellen Brigitte. Da fiel mir ein Artikel von Till Räther in´s Auge, in dem sein neues Hörbuch als Kostenloser Download gepriesen wurde, einfach den Code eingeben, herunterladen und fertig.

Zu Hause angekommen fand ich entsprechende Seite nach einer nervigen Zwischenseite (es hat sich immer noch nicht herumgesprochen, dass diese Splash-Screens unnötig bis hinderlich sind) und ein wenig raten. Ein kleines PopUp wies mich auf offensichtliche Probleme der Technik hin:

um das Hörbuch von Till Raether kostenlos herunterzuladen, müssen Sie aus technischen Gründen derzeit leider noch den gesamten Bestellprozess durchlaufen. Dies beinhaltet, dass Sie das Produkt zunächst in den Warenkorb legen und im weiteren Verlauf Ihre Adressdaten sowie Ihre Bankverbindung angeben müssen. Selbstverständlich bleibt das Hörbuch trotzdem kostenlos, es wird also nichts von Ihrem Konto abgebucht. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Bestellprozess umzustellen, sodass die Eingabe der Bankdaten bei kostenlosen Downloads in Zukunft nicht mehr notwendig sein wird.

Heißt im Klartext, dass die lieben Leute der Brigitte durch den zu Stande gekommenen Vertrag (auch wenn der Download kostenlos war) ein Werbeeinverständis haben und auch die passenden Daten dazu. Wer bitteschön legt sich auf den Rücken und zeigt alle seine Daten für etwas, dass er nur testen will?

Das Problem ist offensichtlich seit dem 23.4. bekannt (siehe Kommentare) und ich glaube nicht, dass es bis zum 8.5. (dann läuft der kostenlose Download aus) behoben sein wird. Unauffällige Adress- und Kundengenerierung sieht anders aus.

Nicht nur rechtlich ist die Plattform bedenklich, auch der Benutzerkomfort lässt stark zu wünschen übrig. Wenn man sich darauf einlässt, auf den Warenkorb zu gehen, beglückt einen der Browser mit solch einem PopUp:

Um Titel im WMA-Format herunter laden zu können, benötigen Sie den kostenlosen Windows Media Player ab Version 10 sowie die Browser-Software “Microsoft Internet Explorer” ab Version 5.0. Um die aktuelle Version des Windows Media Player zu installieren, klicken Sie hier.

Wie? WMA-Format? WMA10? Mit Fußfessel und allem drum und dran? Welcher mobile Player unterstützt dies bitte? Ich vermute, dass das Groß der Nutzer/innen einen iPod hat, für die ist Sense. Ein weiteres PopUp vermeldet dazu lakonisch:

Wichtiger Hinweis für iPod-Nutzer Der iPod unterstützt leider nicht das weit verbreitete “Windows Media Audio (WMA)” Format von Microsoft. Aus diesem Grund empfehlen wir mobile Geräte (“MP3-Player”), die WMA- und MP3-Formate abspielen können.

Wer immer diesen Text verfasst hat, er setzt Benutzer mit hohem Leidensdruck voraus. Wie so ein Fiasko endet? Schaut mal in die Kommentare auf der Downloadseite…

Nachtrag: Offensichtlich wurden besonders spitze und unbequeme Kommentare gelöscht. Gestern waren es weit über 100 Kommentare, auf 27 nur über JavaScript zugänglichen Seiten; heute sind es 59 Kommentare auf gerade einmal 15 Seiten.

Es geht immer noch schlimmer.

Glück 5

Donnerstag, 26. April 2007

Glück ist, wenn man nach einem langen Tag in der Bahn sitzt, um sich mit ein paar Kumpels zum Grillen zu treffen.

Glück ist, am Rhein zu liegen und vor der Kulisse des Doms den Sonnenuntergang zu schauen.

Geht, geht nicht

Dienstag, 17. April 2007

Manchmal glaube ich wirklich, dass die Jungs und Mädels von der Bahn sich seit der Einführung von Videoüberwachung öfters mal einen Spaß auf Kosten der Reisenden erlauben. So geschehen heute morgen:

Die RegionalBahn bleibt in Köln-Süd stehen, ein zerknirschter Lokführer quäkt aus den Lautsprechern, dass die Lok einen Schaden habe und alle bitte aussteigen müssen, da es nicht mehr weiter gehe. Der Zug der Lemminge beginnt, kurze Zeit später fährt ein IC ein, der auch nach Bonn fährt.

Dieser hat noch nicht ganz gehalten, da quäkt es am Bahnsteig, dass die Bahn wieder in Ordnung sei und man doch bitte schleunigst wieder Platz nehmen solle. Lemminge, zweiter Teil. Das Gerücht, die nachfolgende RheinlandBahn (fährt auch nach Bonn Anm. d. Red.) würde diesen Zug überholen geht um. Als die RheinlandBahn gegenüber einfährt, zetzen sich wieder Massen in Bewegung.

Es dauert ca. 2 Minuten, bis eben jene ungeduldige wieder schnaufend neben mir in der Bahn sitzen. Unsere Bahn erhält den Vorzug und fährt endlich los; aber nicht, ohne von der Quäk-Stimme darauf hingewiesen zu werden, dass alles hätte schneller gehen können, wenn wir sitzen geblieben wären.

Was ich mich jetzt nur frage ist, wann das Überwachungsvideo bei YouTube o.ä. auftaucht.

Am Limit

Donnerstag, 12. April 2007

Am Limit versprach für den Kletterinteressierten spannend zu werden. Die Huber Buam (dem Huber singe Jungs quasi) wollten den Rekord in der Besteigung der Nose brechen, der bei 2,5h lag. Das tolle ist, sie haben es auch geschafft. Eine Route, für die normale Kletterer 3-4 Tage mit Biwak im Berg benötigen sind sie in 1,5h geklettert.

Wer nun denkt, dass das in diesem Film gezeigt wird irrt. Das merkt man leider erst, wenn der Abspann beginnt. Der Film zeigt großartige Landschaftsaufnahmen in mieser Qualität (wenn´s 2k Auflösung waren, dann war´s viel) und wild zusammen geschnittene Versuche von  Ersttraversen (Patagonien) oder dem Rekordversuch.

Die Musik war gut, leider beseitigt sie nicht dieses doofe Gefühl im Bauch, dass der Film die spannenden Sachen verschweigt. Die erfolglosen Versuche der beiden Projekte sind durchaus spannend, aber vor dem Hintergrund, dass der Film die gelungenen Ereignisse nicht zeigt, ernüchternd.

Als zweiten Teil wünsche ich mir die Besteigung der Nose in Echtzeit, sind ja genau 90 Minuten. ;)

Glück 4

Dienstag, 10. April 2007

Glück ist,

  • das Gefühl nach einer gelungenen Klettertour.
  • die wohlige Fülle zwei Weizen und einem Schnitzel im Magen.
  • an einer Raststätte alleine im Auto zu sitzen und das Rauschen der anderen Autos zu hören.
  • wenn man alles zusammen hat.

Sonne und Klettern

Montag, 9. April 2007

Carmen Zuerst war es kalt, nachdem ich die Jacke ausgezogen hatte. Einbinden, ein wenig Kalk auf die Pfoten und ran an den Fels. Basalt, kalt, so das er die Hände klamm macht. Nach ca. 10 Metern bekomme ich dieses Gefühl von Respekt, vor dem Fels und vor der Höhe. Es geht weiter hoch, mir ist mittlerweile warm und die Sonne schaut mittlerweile um den Felsvorsprung.

Wir sind in Ettringen, Gebiet Ettringer Ley, Bereich Große Wand. Mein erstes Mal hier und überhaupt mit richtiger Klettererfahrung um Fels. Dazu blauer Himmel und die Chance auf den ersten Sonnenbrand des Jahres. Was will man mehr?

Zuerst kletterten wir das Kleinod (5) zum warm werden, danach die Umleitung (6). Nach einem ausgiebigen Picknick mit anschließendem Sonnenbad, ging es weiter in Abschnitt A, wo wir eine Tour frei Schnauze kletterten, die so im Bereich 5 lag.

Mittlerweile war es 16 Uhr und wir zogen auf die andere Straßenseite in den Bereich Mordor, wo wir eigentlich den Jubelgrad (5+) gehen wollten, aber ob des Besucheranstrumes auf die Sonnenblume (7-) ausweichen mussten. Die schaffte ich dann nicht mehr ganz, weil mich an der Schlüsselstelle die Kräfte verließen. (Grrr…)

Hoch!

So langsam wurde es dunkel und schattig. Wir hatten Hunger und beschlossen nach Ettringen in eine Kneipe zu gehen, um den Tag schön auslaufen zu lassen. Die erste war zu, die nächste dafür ein Volltreffer. Den Namen habe ich mal wieder vergessen, ich weiß nur noch, dass es irgendwas mit Metzgerei war… Dementsprechend war die Karte auch angereichert mit allen Sorten von Schnitzel oder Filets. Der Wirt war eine gelungene Vorlage für Horst Schlämmer. Zum Brüllen komisch, unfreiwillig.

Es war super lecker und dabei auch noch so günstig, wie in dortigen Landstrichen erwartet. 5 Sterne und ein Besuch beim nächsten Mal sind garantiert.

Glück 3

Donnerstag, 5. April 2007

Glück ist, wenn man ein 2 Tage altes Baby auf dem Arm hat und es dann seelenruhig einschläft.

Passendes Bild: Baby