Sonne und Klettern
Montag, 9. April 2007
Zuerst war es kalt, nachdem ich die Jacke ausgezogen hatte. Einbinden, ein wenig Kalk auf die Pfoten und ran an den Fels. Basalt, kalt, so das er die Hände klamm macht. Nach ca. 10 Metern bekomme ich dieses Gefühl von Respekt, vor dem Fels und vor der Höhe. Es geht weiter hoch, mir ist mittlerweile warm und die Sonne schaut mittlerweile um den Felsvorsprung.
Wir sind in Ettringen, Gebiet Ettringer Ley, Bereich Große Wand. Mein erstes Mal hier und überhaupt mit richtiger Klettererfahrung um Fels. Dazu blauer Himmel und die Chance auf den ersten Sonnenbrand des Jahres. Was will man mehr?
Zuerst kletterten wir das Kleinod (5) zum warm werden, danach die Umleitung (6). Nach einem ausgiebigen Picknick mit anschließendem Sonnenbad, ging es weiter in Abschnitt A, wo wir eine Tour frei Schnauze kletterten, die so im Bereich 5 lag.
Mittlerweile war es 16 Uhr und wir zogen auf die andere Straßenseite in den Bereich Mordor, wo wir eigentlich den Jubelgrad (5+) gehen wollten, aber ob des Besucheranstrumes auf die Sonnenblume (7-) ausweichen mussten. Die schaffte ich dann nicht mehr ganz, weil mich an der Schlüsselstelle die Kräfte verließen. (Grrr…)

So langsam wurde es dunkel und schattig. Wir hatten Hunger und beschlossen nach Ettringen in eine Kneipe zu gehen, um den Tag schön auslaufen zu lassen. Die erste war zu, die nächste dafür ein Volltreffer. Den Namen habe ich mal wieder vergessen, ich weiß nur noch, dass es irgendwas mit Metzgerei war… Dementsprechend war die Karte auch angereichert mit allen Sorten von Schnitzel oder Filets. Der Wirt war eine gelungene Vorlage für Horst Schlämmer. Zum Brüllen komisch, unfreiwillig.
Es war super lecker und dabei auch noch so günstig, wie in dortigen Landstrichen erwartet. 5 Sterne und ein Besuch beim nächsten Mal sind garantiert.