Was war im Juni, 2007

Zu spät

Mittwoch, 27. Juni 2007

Heute mal wieder zu spät, weil es mal wieder kurz vor Vollmond ist und mal wieder die Bahn verspätet ausgefallen ist.

Warum passiert sowas immer nur linksrheinisch und nicht bei uns auf der Schäl-Sick. Links ist doch angeblich die richtige Seite, auch für Selbstmörder?

Ach ja:

wdr.de

Die Bahnstrecke zwischen Bonn-Hauptbahnhof und Bad-Godesberg ist am Morgen wegen eines Personenunfalls am Morgen gesperrt worden. Der Fernverkehr wurde rechtsrheinisch umgeleitet. Fernzüge hatten deshalb nicht am Bonner Hauptbahnhof, sondern in Bonn-Beuel gehalten. Zwischen Hauptbahnhof und Bad-Godesberg ersetzten Busse die Nahverkehrszüge. Es kam Zugverspätungen von einer halben Stunde.

Mein Zug fiel natürlich aus und hatte keine Verspätung. Der Beuler Zug hatte 15 Minuten Verspätung.

SPAM oder HAM?

Sonntag, 24. Juni 2007

Guerilla-Marketing nun auch im Newsletterbereich? Was kann einem sonst dazu einfallen, wenn ein Lufthansa-Töchterlein mir in den letzten 24 fünf E-Mails schreibt. Alle als Newsletter getarnt, natürlich ohne Unsubscribe-Link, was in Deutschland rechtswidrig ist. Zudem haben die von mir garantiert kein OptIn für diesen Newsletter. Wäre ich ein Rechtsanwalt oder hätte ich ein wenig Zeit und einen an der Hand könnte man abmahnen.

Komisch ist zudem, dass die ersten beiden Mails aus der undurchdringlichen Tiefe des Internet stammen (vielleicht aus einem Bot-Netz?) und der Rest von einem IP-Bereich, der einem Einzelnen gehört. Das werde ich morgen auf der Arbeit einmal in die Hand nehmen. ;)

Apple-Service

Samstag, 23. Juni 2007

Neulich habe ich ein iBook gekauft. Mein erster Mac, für den Anfang etwas kleines, nicht so teures. Wobei bei Macs nicht-so-teuer relativ ist, man bezahlt v.a. für gebrauchtes gerne etwas mehr, als bei anderen Herstellern. Das auch, weil die Qualität anscheinend meist stimmt und der Service fair sein soll.

Leider durfte ich bei diesem Erstlingskauf (iBook G3 800MHz) das doppelte Gegenteil erleben.

Bis zum Nachkauf einer WLAN-Karte (Apple-Sprech: Airport) lief alles wunderbar. Selbst für die 800MHz, über die jeder PC-Nutzer herzhaft lacht, war es möglich das aktuellste Apple System flüssig auszuführen. Dann kam die WLAN-Karte, eingebaut, Patient tot. Kein Muchs. Tot. Karte wieder ausgebaut: Selbes Bild.

Google brachte mich auf eine Apple-Seite, die auf einen Serienfehler hindeutete. Das Logikboard sollte es sein. Ich rief frohen Mutes beim Apple-Support an, erklärte das bisher versuchte und meine Vermutung. Der Herr machte mir Hoffnungen darauf, dass ein Austausch auf Kulanz möglich sein könnte. Die Austauschaktion zum Serienfehler hatte der Vorbesitzer verschlafen, nun war es ca. ein Jahr zu spät. :(

Ich solle aber vorher mal beim Händler reinschneien und diesen mal Maß nehmen lassen. Bei Gravis konnte der wirklich engagierte Mann mir nichts wirklich erfreuliches Berichten: Hotline-Ping-Pong. Ich solle mich doch noch einmal mit der Apple-Hotline in Verbindung setzen, um von denen eine Freigabe für eine Reparatur auf  Kulanz zu erhalten.

Gesagt, getan, die 14ct teuren Minuten buchten sich vom Handy ab, ich schilderte erneut den Sachverhalt, die Mitarbeiterin chattete mit einem höheren Tier und bekam eine Absage. Komisch, der Typ in der Schlange neben mir bekam eine solche Kulanzreparatur, warum ich nicht?

Das ist es, was ich anprangere, manche scheinen gleicher zu sein und ich habe 500€ in den Sand gesetzt, für jede Menge Ärger und die Unsicherheit, ob ich nun wieder einen PC oder doch einen Mac nehmen soll.

Großwildjagd im Fenster

Montag, 11. Juni 2007

Draußen ist es zu schwül, um Sport zu treiben.

Die Langeweile treibt mich zum Live-Mitschnitt der Apple-Neuigkeiten-Präsentation. Blabla… Leopard… Blabla… iPhone… Safari on Windows. Moooment? Webkit gibt es ja schon eine Weile, bei Version 0.irgendwas herumkrebsend.

http://www.macrumorslive.com/

11:10 amsafari 3 on leopard…now runs on xp/vista

Was will er mit Safari? Dieser Browser, den gerade mal 4% der Internetnutzer nutzen. Während meiner Diplomarbeit durfte ich feststellen, dass der Safari aka Konqueror aka Webkit der mit Abstand schnellste Browser bei der Interpretation von JavaScript war.

Wenn sie dem Safari 3 dann noch den elendigen background-img-repaet-Bug abgewöhnt haben, bin ich mal sehr gespannt auf die Konkurenz. Ein Tropfen auf den heißen IE, aber immerhin etwas.

Nachtrag: Man kann ihn schon testen. In guter Apple-Manier gibt es wenige Minuten später Fakten.
Erstmal fällt das neue Design der Seitennavigation von apple.com auf, endlich weg von Streifen, hin zu Alu, aber ist das besser? Naja egal.

Der Safari 3 schein Probleme mit (Über-)Schriften zu haben. Die Spiegel-Seiten werden sehr komisch gerendert. Beim Versuch einen Problembericht an Apple zu senden ist mir der Browser gerade abgeschmiert. Ist ne Beta… klar. Aber da sind Open-Source-Alphas stabiler. ;)

Hier der Beweis (mit passender Werbung):

Spiegel im Safari 3 / XP

Gelb-Schwarz

Sonntag, 10. Juni 2007

Bei diesen Farben weiß der Mensch instiktiv: Achtung! Es surrt, eine Wespe, gelb-schwarz: Achtung!

Gestern war ich bei der Post. Mal eben ein Paket abgeben, vor dem Frisörtermin… Denkste. Der Brief- und Paketversender hat scheinbar seine Kernkompetenzen arg aus dem Auge verloren. An dem unbesetzten Postbank-Schalter, Bürobedarf und einem Werbebotschaften speienden Plasma-Bildschirm (ja, die kauft wirklich jemand) vorbei ging es schnurstraks… zur Schlange.

Das kann der Deutsche ja eigentlich gut, v.a. der Ostdeutsche, der Wessi legt ja vorher das Handtuch hin. Trapp, trapp, die Minuten verflogen. Der Schnauzer ganz rechts versuchte mit lakonischen Bemerkungen dem grauen Mäuschen in der Mitte zu verheimlich, dass er von dem Vorgang, den sie gerade durchführte genauso wenig verstand.

So etwas kommt auch nur höchstens einmal im Jahr vor…

Das kleine Wiesel am Schalter links pflichtete dem Schnauzer bei und vergaß darüber vollkommen seinen Kunden, der ihn glücklicherweise an seine erste Bürger… ähm Angestelltenpflicht erinnerte.
Der Schnauzer seinerseits musste sich mit immer dem selben senilen Rentner beschäftigen, den ich öfters zu treffen scheine. Ob er denn Geld abheben könnte. Klar kann er… wenn etwas auf dem Konto wäre. Der Postbank-Schalter war ja nicht besetzt.

Das Wiesel unterbreitete der nun zu bedienenden Kundin langwierige Formulare, ein Vertrag? Vielleicht diese T-Offline-Werbung, neben der ich mittlerweile angelangt war. Rätzelraten meinerseits.

Ich kam dran, das Wiesel. Ich legte mein Paket ab und erklärte den Sachverhalt: Verschicken, bitte unversichert.

Verschicken sie öfters Päckchen?

Mir schwante böses. In Sekundenbruchteilen huschte an mir eine Packstation, die Fresse von Tommy Gottschalk und die Pleite 2 Monate nach der Einführung der Packstation vorbei. Das Prinzip ist einfach: Der Kunde kann sein Paket wann immer er will bei dem gelben Kasten abholen.

Aber! Nicht zu lange drin lassen, bitte auch in der richtigen Station, mit einer Checkkarte und mit PIN-Nummer. Sowieso nur in der Größe, die der gelbe Kasten schluckt. Die Benachrichtigung per SMS funktionierte nicht, die Lieferung dauerte länger als der klassische Weg. Wazu das alles? Einfach ist anders.

Deswegen antwortete ich dem Wiesel: Nein, und ich habe die Packstation schon ausprobiert. Ein langes Gesicht seinerseits, ein Vertrag weniger, den er heute unterschrieben zurück bekam. Der Herr hinter mir hätte es mir gedankt, hätte er es gewusst.
Liebe Postler: Verschickt doch einfach nur Briefe und Päckchen und das richtig und ohne Schnick-Schnack, den weder eure designierten Kunden, noch eure Angestellten verstehen.

An der Werbung für allen möglichen Kernkompetenz fremden Mist und der Schlange vorbei ging es dann endlich zur rettenden Kopfmassage mit anschließendem Haarschnitt.

Denken statt Glauben

Mittwoch, 6. Juni 2007

Dieser Satz fällt mir seit dem Weltjugendtag immer dann ein wenn es um religöse Großveranstaltungen geht. So schlimm wie damals wird es nicht werden, da die Ketzer ja schon ein wenig weiter in der Geschichte sind als die Hexenverbrenner, aber wie sagt der Albert: Alles ist relativ.

Die Haiflosse finde ich von der Idee her ja ganz gut, aber mit Kirche im allgemeinen und religiösem Fanatismus kann und will ich nichts anfangen.  Ganz schlimm finde ich die neuen christlichen Bewegungen, Kreationisten und andere Darwin-Leugner. Singtreffen und Jugendarbeit hört sich ja erst mal gut an, aber was steckt dahinter? Der Themenabend auf arte letztes erschrak mich doch etwas…