Was war im Dezember, 2007

Glück 8

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Glück ist…

am ersten Weihnachtstag im Wohnzimmer zu liegen. Weihnachtsbaum, Kohlenofen, zwei schnurrende Katzen, urgemütliche Sofas, en Weihnachtsteller in Reichweite und den Nachgeschmack vom guten Essen in Gedanken. SO muss das sein. *seufz*

Bahnmitfahrer: Carsten

Freitag, 21. Dezember 2007

Carsten sieht ein wenig aus wie McGee, trägt aber eine Brille. Er hat kurz geschorene Haare und einen lebendigen Blick. Ständig wird alles um ihn herum taxiert, kein Detail entgeht ihm.

Er ist zwar schon ein paar Jahre mit seinem Wirtschafts-Informatikstudium fertig, sieht aber manchmal aus wie ein kleiner Junge, der das erste Mal auf Landgang ist. Auch er beobachtet ausführlich und gerne andere Menschen. Es würde mich nicht wundern, wenn er einen Blog hat und schon über mich und andere Beobachtungen geschrieben hat.

Meist schaut er einfach durch die Gegend, manchmal liest er aber auch amerikanische Krimis in der Originalfassung. Seiner Kleidung nach zu urteilen arbeitet er in einem Büro, aber noch ohne Kundenkontakt. Wahrscheinlich wird ihm seine offene Art aber in nicht all zu ferner Zukunft einen Posten mit Kundenkontakt bescheren.

Oh, ein Sitzplatz ist frei. Er setzt sich, schaut zufrieden und verträumt, wie ein Kind beim ersten Schnee, und liest weiter.

Britta

Freitag, 14. Dezember 2007

Ein neuer Teil meiner Serie “Bahnmitfahrer“:

Britta heißt die kleine, zierliche Studentin, die mir gegenübersitzt. Ein wenig abgehetzt sieht sie aus. Wuschelige Haare schauen unter der Klappenmütze hervor und explodieren, als sie sie abnimmt. Sie schaut verlegen hoch und ein Lächeln huscht ihr über das Gesicht, um sofort wieder zu verschwinden. Nun schaut sie wieder wie vorher, wie ein junges Reh, das gerade von seiner Mutter auf der Lichtung vergessen wurde.

Sie studiert bestimmt Biologie. Der Block, der hastig aus der quietschbunten Umhängetasche gekramt wird, enthält ziemlich viele Strukturformeln. Während sie an einem belegten Brötchen mampft und den Block vollkrümelt, kritzelt sie irgendwelche Notizen an den Rand. Zwischendurch dann der prüfende Blick nach draußen, wo sich der Zug gerade befinden, nur um erleichtert wieder in den Formelwald einzutauchen.

Geschafft; das Brötchen und die Formeln. Zufrieden wird alles wieder verstaut und ein Nickerchen begonnen. Das aber nur bis zum nächsten Bahnhof. Ihre Station. In großer Hektik und sehr raumeinnehmend packt sie ein und verlässt wie ein Wiesel die Bahn. Viel Spaß bei den Strukturformeln, denke ich…

One more thing

Sonntag, 2. Dezember 2007

Der Standardsatz von Herrn Jobs…

Die Erwartungshaltung ist das Problem. Nicht, dass ein Mac der beste Computer oder mittlerweile PC wäre, aber die Erwartungen an so ein schmuckes Gefährt sind nun mal enorm hoch und dass liegt auch nicht an den vergleichsweise normalen Preisen.

Nein Herr Jobs und das Apple-CI, dass auf größtmögliche Religionszugehörigkeit pocht sind Schuld.

Unter diesen Umständen verfalle ich auch gerade in ein typisch deutsches Motzen, four more things at my 13″ MacBook / Santa Rosa:

  1. Meine Tastatur friert manchmal ein. Ein wohl bekanntes Leopard-Problem
  2. Ähnlich verhält es sich mit dem Trackpad; v.a. nach dem Aufwachen aus dem Suspend to RAM/Disk.
  3. Bereits zwei Mal wachte das Laptop zugeklappt aus dem Suspend to RAM/Disk wieder auf. Einmal in der Laptoptasche, wo es naturgemäß ziemlich warm wurde.
  4. Ist schon jemandem aufgefallen, dass das neue MacBook anscheinend mit einer Art Recovery-CD kommt? Super Sache, auch das erinnert an Windows…

Alles in allem trübt sich das Bild durch die hohe Erwartungshaltung. Doof…