Was war im April, 2008

Guten Morgen

Montag, 28. April 2008

Es ist nebelig. Die Landschaft zieht langsam, aber doch mit Tempo 300 an mir vorbei. Ich bin müde, verspannt und nachdenklich. Mein Buch liegt vor mir auf dem Tisch des Vierers, ich habe es einfach nicht mehr geschafft den Kram adequat zu verarbeiten.

Neuer Job, neue Herausforderung. Multitasking (ja auch Männer können das gelegentlich), neue Techniken, neue Leute und immer diese Unsicherheit – mache ich alles richtig? Es nagt an mir, schleicht sich in meine Träume.

Zum Glück schalte ich ab, wenn ich diese schöne Landschaft an mir vorbeiziehen lasse. In Flusstälern mehr Nebel als sonst. Hier Raureif, dort schon wieder nicht. Es ist schön, diese Ruhe in sich aufsaugen zu können. Es ist notwendig.

Glück 9

Sonntag, 20. April 2008

Glück ist…
… auf einer frisch zurechtgemachten Terrasse in der Sonne zu sitzen, nachdem man ein leckeres Mittagessen hatte und dann die nette Nachbarin von nebenan Rabarberbaiser anbietet. War der lecker!

Bahnmitfahrer: Detlef

Montag, 14. April 2008

Manche Menschen sind einem sofort nach den ersten Sekunden unsympathisch. Britta war mir sofort sympathisch, Detlef nicht. Schwer schnaufend quälte er sich den Gang entlang. Einer dieser Männer, die ab der Eheschließung aufgehört haben sich um ihr Äußeres zu scheren. Aufgedunsen und schlabberig gekleidet.

Schwerfällig wuchtet er sich in den Vierer, an dem auch ich sitze. Bis jetzt alleine, nun mit gefühlten drei Personen mehr: Ein halber Platz geht für seine Standard-Dell-Notebooktasche drauf, eineinhalb Sitze für ihn und zur Krönung stellt er seine riesige Reisetasche so hin, dass neben mir keiner mehr Platz findet.

Wiederkäuend und gelangweilt zeigt er der Schaffnerin seine BahnCard 100, um sofort wieder schnaufend zu dösen. Der Zug füllt sich immer mehr, sein raumgreifendes Verhalten ist ihm wahrscheinlich noch nicht einmal bewusst. Wahrscheinlich denkt er: Wenn ich nicht der Profet bin, bin ich eben der Berg. Chrrr….