Herr Fröhlich
Freitag, 8. August 2008Eigentlich herrscht Regen. Draußen. In meinem Kopf. Seit nun über einer Woche ist einer unserer WG-Mitbewohner, mein Kater, nicht mehr aufgetaucht. Das drückt die Stimmung; gewaltig sogar. Mittlerweile reagiert mein Körper auf den Stress, Verspannung, entzündeter Zahn und Müdigkeit.
Suchen heißt es. Zettel aufhängen. Leute fragen. Mittlerweile kennt uns der halbe Stadtteil. Die Stadtreinigung hat schon unzählige Zettel von uns wegmachen müssen. Drama, Baby, Drama…
Ein gutes hat das Ganze aber dennoch. Wir haben schon lange nicht mehr so viele Leute kennen gelernt. So viele nette Gespräche geführt und so viel Entgegenkommen erfahren. Manchmal glaube ich, dass die Menschen nur darauf warten jemandem helfen zu können, um endlich aus dieser Stadtanonymität heraustreten zu können.
Manchmal fallen aber auch einfach nur nette Geschichten wie diese heraus:
Auf einem Weingut nördlich von Karlsruhe springt ein Kater in ein Auto eines Kunden, ohne das dieser das bemerkt. 7 Kilometer später springt er aus dem Auto, ohne dass der Fahrer ihn aufhalten kann. 3 Tage später sitzt der Kater wieder im Weingut auf der Matte und wird fortan wie der Kunde genannt:
Herr Fröhlich.