Was war im Dezember, 2010

selbst, bewusst

Freitag, 17. Dezember 2010

Achtung, philosophisch!

Die letzte Zeit lehrt mich immer wieder, in jeweils unterschiedlichen Lebenssituationen, wie notwendig es ist Kapitän auf dem eigenen Schiff zu sein. Das was ich mache bewusst zu gestalten. Im Notfall inne zu halten und dann zu entscheiden.

Auto fahren

Es wird wieder dunkel und ungemütlich in Deutschland. Viele Kilometer habe ich gefressen. Und das Bild ist immer wieder das selbe: Unachtsame Mitmenschen, die nicht bewusst diese Maschine, die so tödlich sein kann, bewegen.

Penetrant leuchtende Nebelschlussleuchten sind da noch die harmlosesten Vertreter. Dabei ist die Lösung nur wenige Zentimeter vor des Fahrers Kopf: eine kleine Kontrollleuchte. Aber Schneeplatten schmeißende Autos und Vertragswerkstätten, die Wischwasser ohne Frostschutz einfüllen sind schon hart an der Grenze. Warum sollte man auch daran denken das Auto freizuschaufeln? Oder, dass es im Winter friert und der Kunde das Wischwasser benötigt?

Selbst

Das allerwichtigste aber, finde ich, ist, dass man sich selber bewusst wird. Wer bin ich? Was kann ich? Wie möchte ich leben?

Krisen oder Rückschläge im Leben bringen einen dazu zu verzweifeln, zu straucheln, zu fallen. Manche bleiben liegen, weil sie leben, wie sie Autos bewegen: Unbewusst. Nicht darauf achtend, was passiert. Ursache. Und Wirkung.

Wer fällt und verzweifelt ist, kann auch horchen. Im einfachsten Fall auf den eigenen Atem. Auf die Gedanken und Gefühle. Sie sind die Kontrollleuchten unseres Körpers. Das heißt nun nicht, dass man daraus sofort eine Reaktion ableitet, aber man sollte bewusst darauf reagieren.

Aha, meine Nebelschlussleuchtenkontrollleuchte (ich liebe die deutsche Sprache!) leuchtet. Ich kann aber über 50m sehen. Will ich die Nebelschlussleuchte unangebrachterweise an haben? Nein!

Bewusst

Bewusst Leben heißt für mich: Bewusst wahrnehmen, bewusst entscheiden und bewusst handeln. In jeder Lebenslage. Hoffentlich.

Mitdenken bitte!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

In schlechten Zeiten und extremen Situationen merkt man meistens am besten wie andere Menschen ticken.

Nicht, dass wir nicht letztes Jahr schon einen Winter hatten, den man Winter nennen kann. Nein, es ist immer wieder das selbe. Ich wurde in der Firma angelächelt, als ich mich Anfang Oktober um meine Winterreifen kümmerte. Im Moment gibt es lange Schlangen beim Reifenhändler.

Viele probieren trotzdem mit Sommerreifen durchzukommen. Geht natürlich in die Hose und führt zum viel zitierten “Chaos”. Das habe ich bisher v.a. auf Aachener Straßen erlebt. Der Winterdienst ist hier spürbar schlechter als im Kölner Raum. Könnte man sich ne Scheibe von abschneiden.

Die Krönung habe ich aber bei Opel Thüllen in Aachen erlebt, die mir bei meiner letzten Inspektion am Freitag neues Wischwasser einfüllten. OHNE FROSTSCHUTZ! Nun fahre ich an jeder Raststätte ran und kippe Wischwasser mit Frostschutz über meine Scheibe, um sicher anzukommen. Der Wischwasserbehälter ist ja randvoll und zugefrohren. Draufkippen bringt nichts und selbst nach einer langen Fahrt ist da nichts angetaut.

Manchmal frage ich mich, ob man Mitdenken als Unterrichtsfach einführen sollte. Oder Achtsamkeit; wenigstens als Grundkurs.