Was war im Mai, 2011

Der Bevölkerung

Donnerstag, 26. Mai 2011

Kunst am Bau ist eines der zentralen Konzepte, das bei der Planung und beim Bau des Reichstages und der angeschlossenen Gebäude verfolgt wurde. Kunst soll integraler Bestandteil sein, überall und allgegenwärtig.

Nun steht am Reichstag der Slogan „Dem deutschen Volke“ den Hans Haacke mit seinem Kunstwerk Der Bevölkerung karikierte, in dem er darauf hinweist, dass der Reichstag nicht nur deutschen Staatsbürgern, sondern allen in Deutschland lebenden gewidmet werden solle.

Soweit, so gut. Leider stellt sich der Künstler – meiner Meinung nach – selber ein Bein, indem er gegen die Veröffentlichung von Fotos von seinem Kunstwerk im Internet rechtliche Schritte einleitet. Juristisch gesehen vollkommen zu Recht.

Aber die Moral dahinter ist – finde ich – sehr perfide: Zum einen ist damit der Reichstag kein öffentlicher Raum mehr, in dem man alles fotografieren und danach veröffentlichen darf und zum anderen kommt das Kunstwerk damit nicht seinem Bestimmungszweck nach: Es soll für die Bevölkerung sein, aber bitte nur für diejenigen ohne Internetanschluss. Modernes Deutschland.

Merke: Gewitter

Sonntag, 22. Mai 2011

Merke: Bei Gewitter ist Radioheads „Hail to the Thief“ der beste Soundtrack zur Untermalung der herannahenden Endzeitstimmung mit Gänsehautgarantie beim Zuschauen.

Dem deutschen Volke

Mittwoch, 18. Mai 2011

Es lohnt sich da mal rein zuschauen.

Park

Mittwoch, 18. Mai 2011

Glück ist, wenn man auf dem Weg zum Geschäftstermin mit dem Rad unterwegs ist und noch eben Zeit hat, um ein paar Minuten im Park in der Sonne zu sitzen.

Liebe ist…

Freitag, 13. Mai 2011

Neulich gesehen in Ehrenfeld, an einem Laternenpfahl.

Beta-Co-Working

Sonntag, 8. Mai 2011

Willkommen in der Welt der verenglishten deutschen Sprache. Willkommen im CoWorking Cologne. Willkommen im Betahaus. Willkommen im Working 2.0

Nein, ich habe keinen an der Waffel, sondern war gestern bei der Eröffnungsparty des Betahauses in Köln-Ehrenfeld. Ein Mietbüro, das arbeitendes Web 2.0 in die Wirklichkeit abstrahiert. Man mietet sich einfach ein und sitzt neben anderen Kreativen, Verrückten oder Geschäfte treibenden. Und befruchtet sich, also geistig, gegenseitig.

Die Räume sind sehr schlicht, fast karg, gehalten. Es sind einfache Tische und Stühle verteilt; im Erdgeschoss gibt es ein ebenfalls eingerichtetes Café. Viel Raum zum Gestalten und Ausprobieren. Viel Raum für Ideen und Gespräche.

Das ist auch das einzige, was den Ort nur für eine kurzzeitige Heimarbeitsplatzauszeit prädestiniert: Das Gespräch. Zwei Riesenräume, die akustisch nicht sehr ausgefeilt sind, provozieren Lärmverschmutzung. Aber wo viel Licht, da ist auch ein wenig Schatten.

Andere

Das Betahaus ist nicht die einzige Einrichtung dieser Couleur, es gibt noch Coworking Cologne, das neben dem Gebäude 9 in Mülheim vertreten ist.

Ausprobiert habe ich es beides noch nicht, aber interessiert bin ich. Wenn ein wenig Leerlauf herrscht, werde ich mich sicher mal einen Tag einmieten und schauen, was passiert.

Critical Mass 11.04

Sonntag, 1. Mai 2011

Wurden wir beim letzten Mal noch von der Rennleitung beobachtet und begleitet, so war es diesen Freitag anders. Es waren ein wenig weniger Mitfahrer als beim letzten Mal, aber das kann an dem kurz zuvor herunter gekommenen Gewitter gelegen haben. Wir waren kein Hindernis, die Polizei wusste vom letzten Mal Bescheid und so fuhren wir friedlich und ohne Begleitung durch Köln.

Insgesamt war es ein voller Erfolg, wir fuhren StVO-konform als Verband durch die Stadt und nur ein paar wenige Autofahrer waren irritiert. Gegenseitige Rücksichtnahme und Besonnenheit machte es möglich, dass 50 Radfahrer flüssig und schnell durch Köln zur Eisdiele des Vertrauens fuhren.

Immer wieder bekamen wir Zuspruch von Kölner Bürgern, die uns vom Bürgersteig aus zuwinkten. Rad fahren macht wohl doch sexy!

Danke an alle, die dabei waren. So soll es weiter gehen. Bis zum 27.05.11 :-)