Was war im Juni, 2011

Foto-Update

Montag, 27. Juni 2011

Es gibt ein paar neue Fotos vom CSD 2011 und unter Street.

Filmrolle

Sonntag, 26. Juni 2011

Ich habe in letzter Zeit ziemlich viele Filme gesehen, es aber verpasst sie hier kurz zu erwähnen. Das hole ich hiermit in unbeabsichtigter Reihenfolge nach.

Up in the Air

George Cloney spielt einen professionellen Kündigungs-Verkünder, der an ca. 300 Tagen im Jahr reist und dessen Ziel es ist möglichst viele Meilen zu sammeln. Die Ordnung wird durch eine junge Psychologie-Studentin gestört, die den Prozess der Kündigung verbessern will.

Schön gedrehter Film mit grandiosen Luftaufnahmen und gelungenem Schnitt. Manchmal ein wenig vorhersehbar, aber gut gespielt und mit einem Geschichtenverlauf ohne Längen. Fazit: Netter Film für zwischendurch.

Beautiful

Javier Bardem spielt einen Familienvater, der seine Kinder versucht durch die drogen- und Gewalt verseuchte Zeit zu bringen. Dabei hängt er selber bis zum Hals im Schlamassel.

Der Film haut einem voll auf die zwölf, jedenfalls wenn man so zart besaitet ist wie ich. Filmisch und technisch genial umgesetzt, ohne viel Schnickschnack, eher als Dokumentation. Deswegen kommen die verschiedenen Themengebiete, Krankheit, Armut, Sklavenhaltung und Spiritualität auch sehr ungefiltert in den Nervenenden des Sehnerves an. Mich hat es mit einer Traurigkeit überrollt, die nachhallte. Fazit: Nur in gefestigter Stimmung bei schönem Wetter schauen.

Beginners

Ewan McGregor spielt Oliver, einen Sohn, dessen Vater nach dem Tod seiner Mutter gesteht, dass er schwul ist. Oliver selber hat nie das Beziehungsleben geschnuppert und entdeckt es mit der wunderbaren Mélanie Laurent, die ich schon in Inglorious Basterds sehr niedlich fand.

Schöner, trauriger und gegen Ende ein wenig langatmig geschnittener Film. Technisch nicht überragend, aber emotional mitreißend und auf jeden Fall anschauenswert! Fazit: Herzschmerz mit Happy End trotz Tragik.

Remember Me

Twilight Star Robert Pattinson spielt den kleinen Bruder eines Selbstmörders, der die Tochter eines Mordopfers unter tragischen Umständen kennen lernt. Das Ende ist ziemlich tragisch und amerikanisch schmalzig.

Technisch, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut, fand ich ihn teilweise so langatmig, dass ich ausschalten wollte. Robert Pattinson passt mit seinem morbiden Charme in diesen depressiven Film, der wirklich nur kleine Momente des Glücks offenbart. Fazit: Kann man ansehen, muss man aber nicht.

Einfach mal…

Freitag, 24. Juni 2011

…den ganzen Sch*** hinter sich lassen.

Nötigung ist in Ordnung

Mittwoch, 22. Juni 2011

Gestern fuhr ich vom Ebertplatz aus die Neusser Straße entlang und hielt ordnungsgemäß an der roten Ampel über die Innere Kanalstraße. Den ausschließlichen Fußgängerüberweg nutzte ich nicht (zu dem ich sowieso nur über den Gehweg durch überfahren der roten Ampel gelangt wäre) und fuhr danach auch nicht im Rechtsabbieger auf den Anfang des angeblich benutzungspflichtigen Radweges (Streetview) sondern blieb auf der Fahrbahn.

Nach ca. 100m hupt es mehrmals neben mir und ein grüner VW Sharan (Kennzeichen bekannt) überholt mich so dicht, dass ich durch das offene Fenster hätte greifen können. Die geschrienen Wörter des Fahrers verstehe ich leider nicht. An der nächsten Ampel habe ich ihn natürlich wieder ein und gebe ihm Zeichen, das Fenster herunterzukurbeln, um ein klärendes Gespräch zu führen. Als er außer weiteren Beschimpfungen nur noch zu erkennen gibt, dass er die Polizei holen will, setze ich mich vor das Auto und mache ein Foto von Kennzeichen und Personen.

Des Autofahrers Glück ist eine vorbeifahrende Streife, die er wild gestikulierend anhält. Während der Wagen wendet beschimpfen er und seine Frau mich wild (Arsch! usw.) und als die beiden Damen von der Polizei aussteigen hat er sich noch immer nicht einbekommen. Die braunhaarige der beiden pflaumt ihn dann sogleich an, was das denn hier solle und dass er doch mal runterkommen sollte.

Er wollte mir doch nur sagen, dass ich falsch fahre! Ich muss schließlich auf den Radweg, deswegen hat er mich angehupt. Ich sage, dass er mich genötigt hat, indem er mich wiederholt angehupt hat und sehr knapp überholt hat. Es wäre ja nun nichts passiert und wir haben ja nun beide Schuld, da muss sie nun mit uns mal reden, wie im Kindergarten! Wir sollten uns die Hand geben und gut wäre es. Schließlich werden sonstwo in Köln Menschen verletzt und die Lappalie hier hält sie nur auf.

Finden Sie das in Ordnung, dass der Herr mich anhupt und abdrängt?

Frage ich die braunhaarige. Ich hätte schließlich auf dem Radweg zu fahren und außerdem…

Finden Sie das in Ordnung, dass der Herr mich anhupt und abdrängt?

frage ich noch einmal. Und so langsam geht ihr auf, dass es anscheinend nicht in Ordnung ist. Aber der Polizisten Allzweckwaffe in solchen Fällen kommt auf dem Fuße: „Ich bin ja auch Radfahrerin!“ Belässt es aber dann bei einer Verwarnung, dass man nicht innerorts hupt und nur dann überholen darf, wenn genug Platz vorhanden ist. Apropos: Überholabstand, da reicht es aus, dass man das andere Fahrzeug nicht behindert.

So langsam hole ich ein wenig mit Regelwerk aus, was die Standardreaktion Nummer 2 zu Tage fördert: „Das haben sie aber toll auswendig gelernt!“ Schön, dass die deutschen Ordnungshüter so selbstsicher sind.

Wir sollten uns dann schnell das Pfötchen drauf geben und weiterfahren, so dass wir uns nicht noch an die Gurgel gehen. Sprach’s und verschwand im vorbildlich abgestellten blau-grauen Blechkasten.

Achtung! Mein Fazitteil enthält Sarkasmus und ist bewusst überzeichnet!

Fazit 1:

Eine Unfallaufnahme läuft in dem Schema ab:

  1. Schuld auf alle aufteilen, wenn niemand verletzt ist.
  2. Alle behandeln wie kleine Kinder, um klarzustellen, dass nichts passiert ist, was geregelt werden muss.
  3. Berechtigte Kritik mit Autorität abkanzeln.
  4. Weiter fahren.

Fazit 2:

Nötigungen von Autofahrern an Fahrradfahrern sind in Ordnung und werden polizeilich geduldet. (Ein Bekannter von mir ist sogar von einem Autofahrer ins Gesicht geschlagen worden und der gab es vor der auch Polizei zu. Verfahren wegen mangelnden öffentlichen Interesses eingestellt.)

Fazit 3:

Man muss einen Radweg auch dann benutzen, wenn man anhalten muss, um den Bordstein hochzukommen. Selbst auf einer so stark befahrenen Straße, wie der Neusser. (Sagt jedenfalls die braunhaarige)

Fazit 4:

Polizeifahrzeuge dürfen auf Radwegen parken, um die Benutzungspflicht aufzuheben.

Fazit 5:

Ich fahre einfach wie ich will. Im Notfall nötige ich ab sofort Autofahrer, die mich schneiden oder sich nicht an die StVO handeln. Es ist wohl erlaubt.

Fazit 6:

Mein Glaube an gerechte und kompetente Ordnungshüter ist hiermit endgültig niedergeschlagen. Ab sofort lege ich mir einen Verkehrsrechtschutz zu und werden auch zum Querulanten, um dann oft die geliebte Post zu bekommen: Verfahren wegen mangelnden öffentlichen Interesses eingestellt.

Mehr zum Thema auch bei:

Ein kleiner Schritt…

Freitag, 3. Juni 2011

…für den Konsumenten, ein großer für den Rest der Welt.

Es ist ein Versuch ein paar kleine Artikel zu schreiben, wie du mit deinem eigenen Konsumverhalten ein wenig die Welt zum Besseren Verändern kannst, ohne deinen Komfort merklich einzuschränken.

Thema heute: Sprudel

Wasser ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse. Jeder Deutsche trank 2008 laut Verband deutscher Mineralbrunnen (VDM) 138 Liter Wasser, die der Dienstleister GUTcert als Rechenbasis nahm, um den Carbon-Footprint von Mineralwässern im Vergleich zu Leitungswasser zu errechnen. Der CO2-Fußabdruck zeigt, wie viel CO2 für ein Produkt im Herstellungsprozess in die Luft geblasen wird.

Die Untersuchung zeigt, dass die Mineralwässer im Schnitt 600 mal mehr Kohlendioxidausstoß verursachen als das Leitungswasser. Andere Untersuchungen gehen von 300 mal mehr Ausstoß aus. Die eigene Wahrheit hängt stark vom persönlichen Fall ab:

  • Woher kommt das Wasser?
  • In welchen Flaschen steckt es? (Glas/Plastik)
  • Wie kaufe ich das Wasser? (Auto etc.)

Nun sollte jedem klar sein, dass Leitungswasser sehr sehr sehr viel weniger umweltschädlich ist, als Mineralwasser. Billiger ist es zudem auch noch und du muss sehr viel weniger schleppen. Selbst, wenn du noch CO2-Kartuschen für den Soda-Stream o.ä. kaufst, die sind sehr viel leichter!

Aber, werden nun viele sagen:

  • Leitungswasser schmeckt nicht!
  • Im Leitungswasser ist Blei aus den Leitungen!
  • Im Leitungswasser ist kalkhaltig!
  • Ich bin mein Wasser gewohnt!

Gegen Bleiablagerungen hilft schlicht und ergreifend: Das Wasser morgens einfach mal ein wenig Laufen lassen, so werden die evtl. Bleirückstände weggespült. Selbst das ist billiger und umweltfreundlicher, wenn deine Leitungen denn überhaupt betroffen sind.

Gegen den Geschmack, geringe Mengen Blei und Kalk hilft ganz einfach ein Wasserfilter. Brita und Konsorten sind nicht teuer und die Kartuschen gibt es z.B. bei dm günstiger als die Originale. Sprudel kannst du bei Bedarf mit einem Aufsprudler hinzufügen. Rational gesehen gibt es wenig, was für den Wasserirrsinn spricht, den wir betreiben.

Gewohnheiten kannst du selber beeinflussen und das unterschätzen viele. Und hier sind es noch nicht einmal große Änderungen im Alltag, die Nötig sind, nur nachdenken und anfangen.