Was gab es in der Kategorie Klettern

Tag 3: Lilien- & Königstein

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Donnerstag 25. September 2008. (erster Beitrag)

Der nächste Morgen begrüßte mich mit Nieselregen und der gleichen grandiosen Aussicht, nur nicht so weit. Das Frühstück war für die 6€ wirklich der Knüller und für jeden der es einrichten kann empfehlenswert.

Panorama vom Lilienstein aus gesehen

Einen Ab- und einen Aufstieg später stand ich ziemlich geschafft auf dem Lilienstein, wo ich ziemlich bald von zwei schwarzen Katzen begrüßt wurde. Die Freude der beiden war schnell erklärt, die beiden Damen waren recht dünn und hatten anscheinend so wie ich Kohldampf. Nur: Ich hatte vorgesorgt.
Auf dem Lilienstein gibt es ähnlich wie auf der Bastei ziemlich viele, durch moderate Kletterei erreichbare Aussichtspunkte, von denen aus man einen großartigen Rundblick hat.

LPG - geschlossen Katze auf dem Lilienstein Blick vom Lilienstein

Nach dem Abstieg plumpst man quasi in die Elbe, wenn hier nicht wieder die obligatorische Personenfähre wäre. Frisch übergesetzt wurde ich in Königstein von der netten Dame von der Touristeninformation an das Rock-Hostel vermittelt. Das Rock-Hostel ist sehr modern eingerichtet, mit Gemeinschaftsküche und Aufenthaltsraum und insgesamt 16 Betten. Der Wirt Lutz Hensel bietet auch in Kooperation mit einer Kletterschule Klettertouren am Lilienstein an.

Königstein Kinderausflug Nehmen wir heute das Boot, Erna?

Vom Hostel aus laufe ich ohne Rucksack über den alten Festungsweg zur Festung Königstein. Oben angekommen gibt es Militärgeschichte von 1700 bis 2000 zu sehen. Beeindruckend ist der Weg in die Festung hinein. Bei den hohen Mauern und verschiedenen Wehren möchte man kein Angreifer gewesen sein.

Leider machte sich bei mir das linke Knie ziemlich deutlich bemerkbar, denn es war ihm ziemlich egal, dass es hier spannende Geschichte zu sehen gab. Den letzten Bus hinunter hatte ich natürlich verpasst und musste somit mit schmerzendem Knie talwärts humpeln.

Welches Reich? Abstieg von der Festung Königstein PIR-AT, PIR-NA, PIR-OT...

Im Sachsenstübel pausierte ich, ob der Empfehlung der Dame von der hiesigen Touristeninformation. Das Gericht von der Tageskarte war die richtige Entscheidung; Schweinemedallions mit Pilzen und wirklich hausgemachten Knödeln. Lecker!

So, mal schauen, wie ich nun zurück zum Hostel komme und vor allem, wie und ob es überhaupt morgen weiter geht.

nächster Beitrag

Am Limit

Donnerstag, 12. April 2007

Am Limit versprach für den Kletterinteressierten spannend zu werden. Die Huber Buam (dem Huber singe Jungs quasi) wollten den Rekord in der Besteigung der Nose brechen, der bei 2,5h lag. Das tolle ist, sie haben es auch geschafft. Eine Route, für die normale Kletterer 3-4 Tage mit Biwak im Berg benötigen sind sie in 1,5h geklettert.

Wer nun denkt, dass das in diesem Film gezeigt wird irrt. Das merkt man leider erst, wenn der Abspann beginnt. Der Film zeigt großartige Landschaftsaufnahmen in mieser Qualität (wenn´s 2k Auflösung waren, dann war´s viel) und wild zusammen geschnittene Versuche von  Ersttraversen (Patagonien) oder dem Rekordversuch.

Die Musik war gut, leider beseitigt sie nicht dieses doofe Gefühl im Bauch, dass der Film die spannenden Sachen verschweigt. Die erfolglosen Versuche der beiden Projekte sind durchaus spannend, aber vor dem Hintergrund, dass der Film die gelungenen Ereignisse nicht zeigt, ernüchternd.

Als zweiten Teil wünsche ich mir die Besteigung der Nose in Echtzeit, sind ja genau 90 Minuten. ;)

Sonne und Klettern

Montag, 9. April 2007

Carmen Zuerst war es kalt, nachdem ich die Jacke ausgezogen hatte. Einbinden, ein wenig Kalk auf die Pfoten und ran an den Fels. Basalt, kalt, so das er die Hände klamm macht. Nach ca. 10 Metern bekomme ich dieses Gefühl von Respekt, vor dem Fels und vor der Höhe. Es geht weiter hoch, mir ist mittlerweile warm und die Sonne schaut mittlerweile um den Felsvorsprung.

Wir sind in Ettringen, Gebiet Ettringer Ley, Bereich Große Wand. Mein erstes Mal hier und überhaupt mit richtiger Klettererfahrung um Fels. Dazu blauer Himmel und die Chance auf den ersten Sonnenbrand des Jahres. Was will man mehr?

Zuerst kletterten wir das Kleinod (5) zum warm werden, danach die Umleitung (6). Nach einem ausgiebigen Picknick mit anschließendem Sonnenbad, ging es weiter in Abschnitt A, wo wir eine Tour frei Schnauze kletterten, die so im Bereich 5 lag.

Mittlerweile war es 16 Uhr und wir zogen auf die andere Straßenseite in den Bereich Mordor, wo wir eigentlich den Jubelgrad (5+) gehen wollten, aber ob des Besucheranstrumes auf die Sonnenblume (7-) ausweichen mussten. Die schaffte ich dann nicht mehr ganz, weil mich an der Schlüsselstelle die Kräfte verließen. (Grrr…)

Hoch!

So langsam wurde es dunkel und schattig. Wir hatten Hunger und beschlossen nach Ettringen in eine Kneipe zu gehen, um den Tag schön auslaufen zu lassen. Die erste war zu, die nächste dafür ein Volltreffer. Den Namen habe ich mal wieder vergessen, ich weiß nur noch, dass es irgendwas mit Metzgerei war… Dementsprechend war die Karte auch angereichert mit allen Sorten von Schnitzel oder Filets. Der Wirt war eine gelungene Vorlage für Horst Schlämmer. Zum Brüllen komisch, unfreiwillig.

Es war super lecker und dabei auch noch so günstig, wie in dortigen Landstrichen erwartet. 5 Sterne und ein Besuch beim nächsten Mal sind garantiert.