Was gab es in der Kategorie Köln
Raumcoaching
Samstag, 23. Januar 2010Gerade war ich im Bürgerhaus Stollwerk bei einem kostenlosen Schnupperkurs von Raumcoaching, der im Rahmen der imm angeboten wurde. Ja, Coaching ist nicht nur im Fernsehen in, sondern nun auch im Raum. Tine Hitler, Einmarsch in vier Wänden.
Ganz so war es nicht. Aber auch nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe mich einfach nicht von den Formfehlern lösen können, die die beiden Damen bei ihrer Präsentation geliefert haben.
Der Empfang war sehr schön, ein wenig holperig und sympathisch. Leider hatte um 17:00 Uhr, der ersten Vorstellung, nur ein Pärchen den Weg gefunden, so dass wir zu dritt waren. Die Nervosität war ihnen anzumerken, aber das fand ich nicht schlimm. Schlimm fand ich, wie sie über die – nicht vorhandenen – Einrichtungskünste ihrer Klienten herzogen.
Innenarchitekten sind also Künstler. Und Künstler sind schwierig.
Ich bin auf dieser Haltung ihrerseits echt hängen geblieben und finde es unmöglich so über seine Kunden her zuziehen. Aber das ist mein Problem.
Es ging um Farbenlehre, Raumstrukturierung und Ausleuchtung der Räume, was jeweils auch als Seminar angeboten wird. Insgesamt verließ ich ich die Veranstaltung leider mit einem gemischten Gefühl, was ich den beiden echt nicht gewünscht hätte. Vielleicht haben sie den Bogen ja beim zweiten Versuch hinbekommen, der in diesen Minuten läuft.
Russischer Schneepflug
Sonntag, 3. Januar 2010Abendrouten
Mittwoch, 12. August 2009Hiermit starte ich meine persönliche Sammlung von Abendrouten, die ich durch Ausprobieren erweitern werde.
Kalk – Porz – Südbrücke – Kalk
- Distanz: 20,7 km
- Höhenmeter: ca. 0 m
- Steigung: Eher flach
- Belag: Asphalt
Köln-Mülheim – Leverkusen – Dünnwald – Köln-Mülheim
- Distanz: 27,7 km
- Höhenmeter: ca. 34 m
- Steigung: Flach wie Holland
- Belag: Asphalt
- Distanz: 42,7 km
- Höhenmeter: ca. 80 m
- Steigung: Eher flach
- Belag: Asphalt
Fahrradsternfahrt Köln 2009
Montag, 22. Juni 2009Seit geraumer Zeit entwickele ich mich zu einem bewussten Radfahrer in der Stadt. Früher auf’m Land waren Radfahrer wegen der niedrigen Verkehrsdichte eher ungefährdet und meine ersten Schritte in der Stadt beschränkten sich auf den Weg zur Bahn; schließlich hatte ich lange genug ein Auto und die KVB für „großen“ Strecken.
Mit dem neuen Fahrrad und einer gewissen Ehrgeizsteigerung kam das Bewusstsein. Nach dem ersten Treffen mit Arne wusste ich nun immerhin, dass es sogenannte „nicht benutzungspflichtige Radwege“ gibt. Mein erster beinahe-Unfall belegte für mich die – vorher unglaubliche – These, dass Radwege sogar gefährlich sein können, weil der Autofahrer (in dem Fall eine -In) mich als Radfahrer erst viel zu spät wahrnahm.
Dieses Bewusstsein war es auch, was mich dazu brachte bei der 2. Kölner Fahrradsternfahrt mitzumachen, um mein Bewusstsein womöglich zu erweitern. Und wie das so ist, wenn mehrere Menschen auf einem Haufen sind, es treffen sich manche wieder oder das erste Mal und bilden neue Synapsen. In meinem Fall waren das einige kleinere und Marco, dessen, aus meiner Sicht gelungenen, Film ich hier präsentieren will.
Schade finde ich allerdings, dass im Kölner-Stadt-Anzeiger zwar über das furchtbare Kalker Straßenfest und die gleichzeitig stattgefundene Demo der Skater berichtet wird, aber kein Stück über die Radfahrer. Schlechte Pressearbeit, das gilt es in Zukunft zu verbessern! ??? ????????? ????
IQ Fly senso plus
Samstag, 23. Mai 2009Was bitte? Den Namen kann man als Laie für so ziemlich alles halten. Intelligenztest? Flug-irgendwas? Kaffee? Weit gefehlt.
Als ich neulich mit Arne unterwegs war, fuhren wir im Dunkeln nebeneinander her. Bis zu dem Tag ging ich davon aus, dass mein Licht am Fahrrad so ziemlich das hellste ist, was es gibt. Ich war einfach nur normale Funzeln gewohnt gewesen und wirklich schlecht ist die „LED Fly Senso“ von Bumm nicht. Aber: Arnes Lampe war schon deutlich heller.
Vor allem das Standlicht vorne und diese homogene Ausleuchtung, wie ich sie sonst nur vom Autofahren kenne, brachte mich dazu mir die Lampe zu kaufen. Also stand ich gestern bei Fahhrad Esch im Laden und kaufte die Busch und Müller LUMOTEC IQ Fly senso plus. Eine viertel Stunde hat der Umbau gedauert und dann hieß es warten auf die Dunkelheit.
Gestern stand eh noch die Eröffnung der Kajüte in der Trimbornstraße 19 an und so zog ich los. Dieses Ding, was ich da unter dem komischen Namen vorne montiert habe ist keine Fahrradlampe – es ist ein Scheinwerfer. Hammer, ich bin sehr zufrieden und froh, dass ich die 68€ dafür bezahlt habe.
Radladen: Radfieber
Samstag, 16. Mai 2009Eigentlich wollte ich heute nur eine kleine Runde mit dem Rad drehen, aber es wurden die Tropfen, die das Fass zum überlaufen brachten. Ich muss leider diesen absolut persönlichen und subjektiven Erfahrungsbericht über den Fahrradladen Radfieber von Inhaber Marcel Jansen schreiben.
Ein Trauerspiel in drei Akten.
1. Akt: Nicht anrufen
Es fing alles damit an, dass ich mir ein neues Fahrrad kaufen wollte und beim Stevens Randonneur hängen blieb. Ein Freund hatte mir Radfieber empfohlen und so kaufte ich dort mein Rad. Mit den von mir gewünschten Modifikationen sollte es so ein bis zwei Wochen dauern sagte man mir.
Als sich nach zwei Wochen noch niemand wie versprochen gemeldet hatte, wurde ich dann doch kribbelig und rief an. Das Fahrrad sei soweit fertig, nur der Frontgepäckträger (ndt.: Lowrider) fehlte noch. Das war mir nun egal, ich wollte mein neues Fahrrad fahren!
Da stand es vor mir, mein neues Rad. Zwar war der Frontgepäckträger aus unerfindlichen Gründen noch immer nicht im Radfieber angekommen und es hatte mich auch immer noch keiner aus dem Laden angerufen, aber das war mir egal gewesen. Ich wollte dieses Rad nun fahren und holte es ab.
Bei Radfieber wollte man nun schnellstmöglich schauen, wo der versprochene Lowrider bleibt und sich dann melden.
Mittlerweile waren wieder über 2 Wochen vergangen, kein Gepäckträger weit und breit und von 2 weiteren versprochenen Rückrufen habe ich keinen einzigen bekommen. So langsam nervte es…
Wie gesagt: es ging immer noch um den Lowrider. Den bestellte ich mir dann auf anderen Wegen und versuchte ihn am 21. Februar zu verbauen, aber hier hatte Stevens Mist gebaut, die Ösen an der Gabel waren krumm. Nicht der Fehler von Radfieber, sondern von Stevens. Aber: Sie wollten anrufen, wenn es fertig ist.
2. Akt: Schaltgriff lose
Zwei Wochen später hole ich mein Rad mit neuer Gabel und montierten Lowridern ab. Die Ernüchterung kommt auf dem Weg nach Hause: An meinem frisch montierten Rad ist der Schalthebel lose. Kein Beinbruch, aber zumindest ärgerlich.
Bei Kilometer 457 erfolgte die erste Inspektion. Ich hatte mich innerlich schon darauf eingestellt, dass dies der letzte Besuch in diesem Laden wird, aber wir werden sehen.
Der Werkstatt-Chef höchstpersönlich nahm mein Fahrrad entgegen und fragte mich nach Auffälligkeiten. Wahrheitsgemäß antwortete ich, dass nach der letzten Reparatur der linke Schaltgriff nicht richtig festgeschraubt war. „Wer hat denn das gemacht! … War das wegen der kaputten Gabel? … Dann könnte ich das auch gewesen sein…“ Ohne Worte.
3. Akt: Hinterrad unsachgemäß montiert
Nun der letzte Tropfen. Ich war heute morgen bei meinem Fahrradladen um die Ecke (Fahrrad Esch), um nach einer neuen Lampe zu fragen und fragte eher beiläufig, ob das Spiel des Hinterrades so normal sei. Ganz und gar nicht, meinte Frank Esch, „wenn du weiter damit fährst, kriegst du einen Lagerschaden.“ Super, also doch noch mal zu Radfieber…
Dort angekommen gab’s ne halbherzige Entschuldigung, eine Nachfrage des Inspektionsdatums (5.5.09, vor 50km) und eine Reparatur. Pflicht erfüllt, Fass übergelaufen. Insgesamt kam ich mir vor wie jemand, der auf dem Mond Schafe züchten will. Überflüssig und wie von einer vollkommen anderen Welt.
Um mich standen 3-4 Verkäufer, von denen keiner Anstalten machte mich in irgendeiner Art und Weise zufriedenzustellen oder wenigstens ein kleines Goodie zu verschenken. Null. Der Werkstatt-Mensch meinte nur: „Kann ja immer mal vorkommen“ und ließ mich ziehen. Traurige Vorstellung.
Wahrscheinlich kann Radfieber es sich erlauben Kunden wie mich zu vergraulen, wegen den hippen Beachcruisern stehen die Leute aus dem Belgischen Viertel ja Schlange. Kundenservice sieht für mich anders aus.






