28 Kilometer später
Mittwoch, 3. Februar 2010Geht es mir bombenmäßig! Zwei Stunden Rad fahren, teilweise über zugeschneite und vereiste Feldwege. Das macht munter. Nun noch duschen und essen! Ich bin glücklich, so kanns weiter gehen!
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Ein Blog von und mit Simon Kühn
Geht es mir bombenmäßig! Zwei Stunden Rad fahren, teilweise über zugeschneite und vereiste Feldwege. Das macht munter. Nun noch duschen und essen! Ich bin glücklich, so kanns weiter gehen!
Merke: Eine Massage, zwei Saunagänge und ein leckeres Hirschragout später stellt sich ein Glückgefühl ein.
Ca. 8 Kilometer habe ich schon hinter mir und ich biege auf das Rheinufer bei Porz ein. Mein Schnitt liegt gerade bei 26-Komma-irgendwas und die Monotonie des Pedalierens hat meinen Kopf leer gemacht.
In genau diesem Zustand liegt nun der Rhein vor und links neben mir, getaucht in ein zart rosanes Licht. Die Sonne geht gerade im Dunst des schwülen, stickigen Tages unter und macht der kühlen Luft Platz. Weiter geht es in Monotonie und Demut, was meinen hochtrabenden, verworrenen Geist immer mehr reinigt.
Als ich nach knapp über 20 Kilometern in meine Straße einbiege, bin ich herrlich leicht und frei. Und gespannt, was da so kommt.
Die Route bei Bikemap: Abendrunde Kalk – Porz – Südbrücke – Kalk
Brote? Eingepackt. Wasser? Auch. Decke, Sonnencreme und Kamera? Wir haben alles!
Kurz noch die Reifen ein wenig aufgepumpt und los ging’s. Wir wollten von Köln aus nach Zons am Rhein fahren; ein netter Sonntagsausflug.
Route Köln-Kalk – Zons – Leverkusen-Mitte bei Bikemap
Von Kalk aus ging es über die Mülheimer Brücke, am Niehler Hafen vorbei Richtung Norden. Quer durch die Fordwerke und durch Merkenich hindurch, fuhren wir über den Deich nach Rheinkassel, wo wir bei Kilometer 16 unserer Tour die erste kleine Rast einlegten. Vorbei an Langel und über den gleichnamigen Damm kamen wir nach Worringen, wo man leider an den etwas stinkenden Bayer-Werken Dormagen vorbei muss. Zu allem Überfluss fährt man hier auf einem Radweg an einer stark befahrenen Straße entlang.
Kurz hinter dem Bayer-Werk geht es aber zur Entschädigung wieder mitten in die Auto freie Zone, durch Schafe hindurch und mal wieder über den Deich. Wenn man Zons mit seiner Stadtmauer und Windmühle schon im Blick hat, kann man links den Deich hinunterfahren und kommt durch einen kleinen Durchgang mitten in die mittelalterliche Stadt Zons.
Nach stärkender Rast am Rande der sehenswerten Altstadt setzten wir mit der Autofähre Zons nach Düsseldorf-Urdenbach über, von wo es nun wieder gen Süden ging. Irgendwo zwischendrin haben wir dann direkt am Rhein eine Pause auf der mitgebrachten Decke eingelegt und wenn man die Augen zumachte fühlte zumindest ich mich ein bisschen wie am Meer.
Das letzte Stück muss man leider oft über Straßen oder an Industriebezirken und Autobahnen vorbei radeln, was bei uns zu einer gewissen Unlust führte. Deswegen stiegen wir dann auch in Leverkusen-Mitte in den RegionalExpress und fuhren eine Station bis Köln-Mülheim zurück.
Alles in allem waren die 50 Kilometer der Tour ein toller Ausflug, den ich jedem ans Herz legen kann. Die Route (mit GPS-Daten) findet ihr hier bei Bikemap: Route Köln-Kalk – Zons – Leverkusen-Mitte
Glück ist…
…nach einem ziemlich anstrengenden Arbeitstag abends, gemeinsam mit der weltbesten Freundin, mit dem Fahrrad zum Rhein zu fahren und dort auf einer Wolldecke sitzend den Sonnenuntergang zu sehen.
Köln, 6°C, Nieselregen.
Es herrscht eigentlich ziemliches Sauwetter, ich hatte einen emotional anstrengenden Tag, aber ich hatte diesen unbändigen Drang nach Bewegung. Zum Glück haben es die Jungs und das Mädel von Radfieber nach über zwei Wochen endlich geschafft meine Fahrradgabel zu reparieren, sodass ich endlich wieder Rad fahren konnte.
Und das tat ich mal eben. Knapp 9km bin ich gefahren und danach unter die heiße Dusche. Gleich dann glückselig und geschafft ins Bett fallen. Ich freu mich!
Glück ist…
…wenn es Sonntag Mittag ist, man lässig auf der Terrasse liegt, den Duft von frischer Luft und Mittagessen in der Nase hat, die Katze sich im Gras räkelt und man in der Ferne ein paar Kiddies spielen hört. Um mich herum Cosmeen, Zinien, Cannas, Dalien, Hortensien und viele Tomaten und Zuchini. Gleich gibt’s Kuchen und ich bin glücklich.
